Presse

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Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger vom 23. März 2011




Austellung

Zartes Grün, kunterbunter Müll

Von Christel Thiemann, 23.03.11, 16:22h

Sechs Künstlerinnen präsentieren unter dem Titel „Auf den Punkt gebracht“ die verschiedensten Blickwinkel und Sujets in einer Ausstellung, die im Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung gezeigt wird.

Frechen-Buschbell - Farbenfrohe Kreise, die gute Laune verbreiten, Wälder, die im ersten Grün des Frühlings leuchten, und kunterbunter Müll, der trotz des negativen Beigeschmacks schon wieder fröhlich wirkt: Sechs Künstlerinnen präsentieren unter dem Titel „Auf den Punkt gebracht“ die verschiedensten Blickwinkel und Sujets in einer Ausstellung, die im Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung in Buschbell gezeigt wird.

Auf den Punkt gebracht haben sie jedoch nicht nur Kreise, runde Flächen und Flecken. „Mit dem Titel wollten wir auf das verbindende Element unserer Arbeiten aufmerksam machen“, kommentiert Jutta Reinisch den Querschnitt. Astrid Kruis ergänzt: „Jede von uns hat die Bilder mitgebracht, die sie für sich persönlich besonders wichtig hielt.“

Neben Reinisch und Kruis arbeiten Ariane Hoppe, Renate Petersen, Ulla Niedecken und Karin Schiedmeyer in dem Atelier „Halle 30“, das sie im Gewerbegebiet in Pulheim-Brauweiler eingerichtet haben. So unterschiedlich die Künstlerinnen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Arbeiten.

So auch die von Jutta Reinisch etwa, die sich in ihrem Bild „Gewalt“ mit vermummten Demonstranten auseinander setzt, „weil mich die zunehmende Aggression sehr bedrückt hat“. Bedeutend fröhlicher, bunter und leichter wirkt der gemalte „Leuchter“. „Ich brauchte einfach vom Gefühl her etwas Positives für meine Stimmung“, sagt sie.

Zwei brasilianische Mädchen hat Ulla Niedecken in „Beautys“ dargestellt. Sie kenne viele Brasilianerinnen. „Selbst wenn sie in Armut leben - sehen sie immer perfekt geschminkt und gekleidet aus, wenn sie ausgehen.“ Auffällig der Kontrast zu ihren Waldbildern: Im Spiel mit Licht und Schatten zeigt sie Bäume in sattem Grün. Die „Bubbles“ von Renate Petersen scheinen eine unbeschwerte Stimmung eingefangen zu haben. Die Kreise regen mit ihren bunten Farben die Fantasie an. Der „Dom zu Köln“, den sie gleich mehrfach als Motiv ausgewählt hat, besitzt eine eher realistische Ausstrahlung.

Vulkane und Flammen

Ein Foto eines Abends auf Mallorca hat Karin Schiedmayer aufgegriffen und umgesetzt. „Die Farben haben sich mit dem Bild entwickelt“, erzählt sie. Herausgekommen ist ein stimmungsvoller Sonnenuntergang, der Gedanken an Sommer, Ferien, Entspannung vermittelt. In verschiedenen Rot- und Gelbtönen sind ihre Arbeiten gehalten, die sie als „Spiel der Elemente“ bezeichnet. Dabei habe sie Vulkane, Feuer und Flammen im Hinterkopf gehabt.

Mit ihrer großen Installation hat sich Astrid Kruis eine Freude gemacht. „Ich wollte schon immer ein Mobile bauen“, sagt sie. Angelehnt an die Kraemer-Stiftung, hat sie Goldtöne für ihre großen und kleinen Kreise gewählt, die an durchsichtigen Fäden hängen. „Damit wollte ich die schönen und traurigen Seiten des Lebens symbolisieren“, war ihre Überlegung. Thematisch verwandt sind ihre Bilder „Lebenspunkte“, die sie mit nur zwei Pinseln hergestellt hat. Im Bild „Frühlingsbeginn“ von Ariane Hoppe ist Fantasie gefragt. Zwar ist ein Hauch von Frühling in zartem Grün erkennbar, doch der Rest der Arbeit ist in durchbrochenem Weiß gehalten, was Ulla Niedecken zu der Vermutung bringt: „Wahrscheinlich versteckt sich der Frühling noch unter dem Schnee.“

Die Ausstellung, die noch bis zum 27. März präsentiert wird, ist täglich geöffnet von 16 bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr.

http://www.rhein-erft-online.ksta.de/html/artikel/1296657567576.shtml

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Artikel aus der Kölnischen Rundschau vom 27. Januar 2010



Kölnische Rundschau, 27.01.2010

Das Interesse an Malerei verbindet

Von HANNA STYRIE, 27.01.10, 07:03h

PULHEIM.Dass sich zwei oder drei Künstler ein Atelier teilen, ist ja nichts Ungewöhnliches. Aber sechs Frauen in einem Raum? Ariane Hoppe, Astrid Kruis, Ulla Niedecken, Renate Petersen, Jutta Reinisch und Karin Schiedmayer nehmen jedem Skeptiker sofort den Wind aus den Segeln. Für die Malerinnen ist die im März 2008 gegründete Ateliergemeinschaft im Brauweiler Gewerbegebiet der Idealfall. „Jeder bringt etwas ein" , erklärt Astrid Kruis, „alles multipliziert sich und dadurch ist man stark".

Die Gemeinsamkeiten erschöpfen sich nämlich nicht im Malen in der großzügig dimensionierten Halle mit der großen Fensterfront. Vor allem bei den zahlreichen Ausstellungen, die das Sextett im Verlauf eines Jahres bestreitet, profitiert man von den vielfältigen Kontakten, die jeder unterhält. Zwölf Ausstellungen an unterschiedlichsten Orten, von der Arztpraxis über das Weingut bis zum Hotel, haben die Frauen im vergangenen Jahr organisiert - mal allein, mal zu mehreren; am liebsten aber in voller Stärke wie zuletzt in der Obdachlosenstation Gulliver in Köln, wo sie mit ihren farbenfrohen Bildern viel Zustimmung ernteten.

Vier der Künstlerinnen haben sich beim Unterricht bei der Malerin Bettina Mauel in Lövenich kennen gelernt; als zwei weitere Kreative dazu kamen, war die Anmietung eines gemeinsamen Ateliers beschlossene Sache. „Da sind wir vor lauter Ideen fast explodiert", erinnert sich Ulla Niedecken, die sich wie ihre Kolleginnen bald darauf auch an große Formate herantraute, für die sie zu Hause keinen Platz hatte. „Der Austausch ist wichtig, außerdem haben wir viel Spaß miteinander", sind sich die Kolleginnen einig. „Aber wir können auch miteinander schweigen", versichert Ulla Niedecken schmunzelnd.

Jede hat ihren Arbeitsplatz und Lagerflächen. Was neu entstanden ist, wird an der Wand aufgehängt, damit die anderen es begutachten können. Die Malerinnen, die alle Beruf, Familie und ihr Hobby unter einen Hut bringen müssen, kommen zu unterschiedlichen Zeiten zum Arbeiten in die Halle. Fester gemeinsamer Termin ist der Donnerstagabend, an dem das Atelier auch für Besucher geöffnet ist, die hier oft vom Fleck weg etwas kaufen.

„Manche bringen Fotos von ihrer Wohnung mit", berichtet Architektin Jutta Reinisch, die vorzugsweise ungewöhnliche Raumsituationen auf die Leinwand bannt. „Konkurrenzdenken gibt es nicht, uns verbindet das gemeinsame Interesse an der Malerei", erklären die Frauen einvernehmlich, deren Sujets freilich ganz unterschiedlich sind.

Jutta Reinisch hat ein Faible für Tiere; Anregungen liefern auch Fotografien, die sie von Reisen mitbringt. Selbst in überquellenden Müllcontainern entdeckt sie einen ästhetischen Reiz. Renate Petersens abstrakte Farblandschaften erinnern an ihr großes Vorbild Gerhard Richter; ein Lieblingsmotiv von Ariane Hoppe ist der Kölner Dom. Auch Bücherstapel treten im Werk der Leseratte häufig auf. „Jede hat eine eigene Handschrift", bekräftigt Ulla Niedecken, die sich der Porträtmalerei verschrieben hat. Besonders experimentierfreudig ist Karin Schiedmayer, die sowohl gegenständlich als auch abstrakt malt und dabei unterschiedliche Techniken anwendet. Astrid Kruis fällt mit extremen Querformaten auf, die sie mit zumeist farbenfrohen Strukturen füllt.

Die Malerinnen sind in ihrem Tatendrang kaum zu bremsen. Gerade haben sie die Bilder für die Ausstattung eines neuen Aparthotels in Köln für den Transport zurecht gestellt. Jedes Zimmer soll mit Originalen ausgestattet werden, die in der Atelierhalle 30 entstanden sind. In Stress sollen die Aktivitäten allerdings nicht ausarten. „Hier gilt das Lustprinzip", betonen die Künstlerinnen und sind sich auch darin mal wieder einig.

Die Atelierhalle 30 in der Sachsstraße 30 in Brauweiler ist für Besucher jeden Donnerstag von 18 bis 20 Uhr geöffnet.

Copyright Kölnische Rundschau 2010

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1264185817670.shtml

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Bericht vom Januar 2010, erschienen in "Artlas ...on tour", einem Kölner Online-Kunst-Magazin




copyright 2009/2010 by Jennifer Held, artlas-online 

http://www.artlas-online.de/ontour.html

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Artikel aus dem Kölner-Stadt-Anzeiger vom 07. Januar 2010



Kölner Stadtanzeiger, 07.01.2010

Nachklang einer Kindheitserinnerung

GULLIVER Sechs Künstlerinnen stellen die "Farbenfreude" ins Zentrum
VON JÜRGEN KISTERS

Innenstadt. Eine Frau sitzt verträumt auf einer Fensterbank. Eine andere Frau flaniert nicht weniger verträumt mit einer Einkaufstasche in der Hand durch die Stadt. Ein Blumenstrauß in einer Vase verströmt in einer unscheinbaren Zimmerecke stille Farbenfreude. Und die hinter einem Haus an der Leine hängende Wäsche lässt unverhoffte Poesie ins Leben flattern. Das sind Beobachtungen aus dem ganz gewöhnlichen Alltag, festgehalten mit leuchtenden Farben und in klaren Bildern, ausgestellt in der Obdachlosenstation Gulliver.
Gemalt wurden sie von Ariane Hoppe, Astrid Kruis, Ulla Niedecken, Renate Petersen, Jutta Reinisch und Karin Schiedmayer, die seit Jahren in einem gemeinsamen Atelier arbeiten. Nahezu alles kann dabei für die Künstlerinnen aus dem Kölner Umland zur Inspiration für ein Bild werden: die stille Abgeschiedenheit der Natur ebenso wie das pralle Leben in der Großstadt, der Blick auf den Kölner Dom, die heimischen Haustiere und das Obst auf dem Tisch in der Küche.
Mit Pinsel und Farben sind sie den Wahrnehmungen auf der Spur, die mitten in der Gewöhnlichkeit des Alltags für einen kurzen Moment eine besondere Empfindung entstehen lassen. Ausgelöst durch einen besonderen Zusammenklang von Farben, durch eine Situation, die, bewusst oder unbewusst, an eine frühere Situation erinnert. Oder ausgelöst durch die Erscheinung von Menschen und Dingen, die mitten in der alltäglichen Betriebsamkeit für einen unerwarteten Augenblick der Rührung sorgen.
Zu nichts anderem soll auch die "Farbenfreude" auf den Gemälden an ihrem Ausstellungsort führen. In loser Anordnung auf allen Wänden entlang der Tische im Cafébereich des Gulliver sind es so viele Bilder, dass beim Dasitzen unweigerlich der Blick auf das eine oder andere Motiv fällt. Irgendwie zwangsläufig und doch ganz zufällig. Da entdeckt der Betrachter im Bild der Frau mit dem roten Hut die Sehnsucht, die ihn immer beim Blick auf schöne Frauen überfällt. Und ein anderer verspürt im gleichen Bild den Nachklang einer Kindheitserinnerung. Jemand erkennt im vielfältigen Farbrhythmus einer abstrakten Komposition, dass der Alltag nicht nur grau ist. Und das äußerst sinnlich gemalte Stillleben mit roten und gelben Äpfeln bringt unweigerlich den saftigen Geschmack des Lebens auf die Lippen.
Die Ausstellung ist bei den Besuchern des Gulliver auch deswegen so beliebt, weil die Künstlerinnen fast ausnahmslos gegenständlich malen. Diese Art von Malerei regt bereits mit dem ersten Blick die Vorstellungskraft an. Sie lockt Geschichten aus der Erinnerung hervor oder verführt dazu, Geschichten zu erfinden. Sie lädt zu Vergleichen mit der vertrauten Wirklichkeitserfahrung ein, indem sie gleichzeitig die Abweichung dazu zum Thema macht. An einem Platz wie dem Gulliver, an dem Menschen warten und ausruhen, zu sich kommen oder sich von sich selber ablenken wollen, hat Kunst ihren idealen Ausstellungsort gefunden. Denn was können sich Künstler mehr wünschen, als dass ihre Bilder das Leben von Menschen unmittelbar beleben, und sei es auch nur für einen ganz kurzen Moment.
Gulliver, Trankgasse 20, Bahnbogen 1/Hohenzollernbrücke, Mo-Fr 6-13, 15-22 Uhr, Sa, So 10-18 Uhr, bis 18. Januar.

Die meisten Motive in der Ausstellung "Farbenfreude" sind ganz alltägliche Gegenstände wie die Einkaufstüten, die Malerin Ulla Niedecken auf die Leinwand gebracht hat. REPRO: KISTERS

Copyright Kölner Stadtanzeiger 2010

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Am 03. 01. 2010 erschienen in der WAZ und in come-on.de Artikel über die Eröffnung der Ausstellung:
"Bunt ist unsere Lieblingsfarbe" in der Mendener Rathausgalerie.

Aus urheberrechtlichen Gründen hier nur die Links zu den Artikeln:

In der Rathausgalerie ist bunt die Lieblingsfarbe aus: DER WESTEN - Das Portal der WAZ Mediengruppe

und

Menden: Vernissage wird zum Erlebnis aus: come.on.de - Nachrichten aus dem Märkischen Kreis

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Artikel aus dem Kölner-Stadt-Anzeiger vom 09. Mai 2009




Leider ist der Artikel aufgrund der Grössenbeschränkung nicht gut lesbar - aber:

Hier ist der Link zum Originalartikel im Archiv des KSTA


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Eine Mischung, die bei Kunstfreunden ankommt

Die Künstlerinnen Ariane Hoppe, Renate Petersen, Jutta Reinisch, Karin Schiedmayer, Ulla Niedecken und Astrid Kruis haben an der Sachsstraße 30 im Brauweiler Industriegebiet ihr gemeinsames Atelier Halle 30 eröffnet. So unterschiedlich wie die Künstlerpersönlichkeiten sind auch ihre Bilder hinsichtlich Stil, Format und Technik. Derzeit werden die Werke in bunter Mischung an den Atelierwänden präsentiert - ein reizvoller Kontrast, der bei der Eröffnungsausstellung gut ankam.

Bericht: Wochenende Frecherner/Pulheimer Nachrichten, Ausgabe 47 vom 19. November 2008

von links: Renate Petersen, Ariane Hoppe, Astrid Kruis, Jutta Reinisch, Ulla Niedecken, Karin Schiedmayer